1.Tag St.Anton - Konstanzer Hütte
2.Tag Konstanzer Hütte - Friedrichshafner Hütte
3.Tag Friedrichshafner Hütter - Heilbronner Hütte
4.Tag Heilbronner Hütte - Konstanzer Hütte
5.Tag Konstanzer Hütte - Darmstädter Hütte
6.Tag Darmstädter Hütte - Niederelbehütte
7.Tag Niederelbehütte - Edmund-Graf-Hütte
8.Tag Edmund-Graf-Hütte - St. Anton
Freitag, 30.07.2004
Anreisetag
Sonnabend, 31.07.2004
Wetter: Klar, Morgentemperatur bei 16°, Tagestemperaturen bis 26°, es bleibt den ganzen Tag heiter. Heute Wanderung von St. Anton (1304 m) über das Gasthaus Verwall (1445 m)zur Konstanzer Hütte (1688 m). Nach dem Frühstück werden die Autos in die Tiefgarage gebracht, dann geht um 9:56 Uhr die Wanderung richtig los. Auf bequemem, mäßig ansteigendem Weg geht es durch die Rosannaschlucht zum Rasthaus Verwall. Wir erreichen es um 11:29 Uhr. Wir legen hier eine Rast ein. Um 12:35 Uhr geht es weiter. Es geht weiter auf breitem Fahrweg, leicht ansteigend bis zur Konstanzer Hütte. Wir erreichen sie um 14.48.
Reine Gehzeiten:
St. Anton - Gasthaus Verwall 1h 12min
Gasthaus Verwall - Konstanzer Hütte 1h 30min.
Sonntag, 01.08.2004, Schafbichljochtag
Wetter: Klar, Morgentemperatur bei 10°, es bleibt den ganzen Tag heiter.
Heute Wanderung von der Konstanzer Hütte (1688 m) über das Schafbichljoch (2636 m) zur Friedrichshafener Hütte (2151 m).
Wir starten heute recht zeitig um 8:05 Uhr, weil für den Nachmittag Gewitter vorher gesagt sind. Wir wandern auf dem Fahrweg leicht bergan durch das Fasultal. Das Fasultal bleibt lange im Schatten. Am Ende des Fahrweges an der Fasulhütte wird der Weg zum Pfad, wir passieren eine Rinder- und eine Pferdeherde. Dann beginnt der steile Anstieg zum Schafbichljoch. Wir erreichen es um 13:20 Uhr. Wir machen eine Rast. Um 13:55 Uhr beginnen wir den Abstieg zur Friedrichshafener Hütte. Der erste Teil des Abstiegs ist steil und felsig, der zweite Teil auch steil und geröllig. Um 15:19 Uhr erreichen wir die Friedrichshafener Hütte. Weit auseinander gezogenes Feld. Das vorhergesagte Gewitter ist ausgeblieben.
Reine Gehzeiten:
Konstanzer Hütte - Schafbichljoch 3H 10min
Schafbichljoch - Friedrichshafener Hütte 1h 10min.
Montag, 02.08.2004, Muttenjochtag
Wetter: Heiter, Morgentemperatur bei 7°, es bleibt den ganzen Tag heiter.
Heute Wanderung von der Friedrichshafener Hütte (2151 m) über das Muttenjoch (2620 m) zur Neuen Heilbronner Hütte (2320 m).
Wir begehen heute den Friedrichshafener Weg. Um 8:56 Uhr wandern wir los. Es geht zunächst auf breitem Weg leicht bergan. Dann geht es weiter auf schmalem Pfad steiler aufwärts zum Muttenjoch. Bis wir das Muttenjoch erreichen, müssen wir auch drei Schneefelder überqueren. Wir erreichen das Muttenjoch um 11:06 Uhr. Auf dem Muttenjoch wird gerastet. Um 11:46 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg, er verläuft im ersten Teil mit großer Längs- und Querneigung. Im Tal die Rosanna überquert. Dann wird noch eine Rast eingelegt. Die ist literarisch. Holly liest aus dem Buch "Idioten" eine Geschichte vor. Dann geht es zügig leicht bergan und bergab zur Neuen Heilbronner Hütte. Wir erreichen sie um 14:37 Uhr. Warmes Wasser und Dusche.
Reine Gehzeiten:
Friedrichshafener Hütte - Muttenjoch 1h 26min
Muttenjoch - Neue Heilbronner Hütte 2h 00min
Dienstag, 03.08.2004, Badetag
Wetter: Heiter, Morgentemperatur bei 10°, es bleibt fast den ganzen Tag heiter, abends Regen.
Heute Wanderung von der Neuen Heilbronner Hütte (2320 m) zur Konstanzer Hütte (1688 m) durch das Schönverwalltal mit zwei Abstechern in die Seitentäler.
Am vermeintlich kürzesten Wandertag lassen wir es ruhig angehen. Wir starten an der Neuen Heilbronner Hütte um 9:07 Uhr. Es geht zunächst leicht bergab auf breitem Weg. Hinter den Scheid-Seen biegen wir in westlicher Richtung auf den Wormser Höhenweg ab und wandern bis zum Valschaviel See. Wir erreichen ihn um 10:10 Uhr. Es wird gerastet und die Gelegenheit zum Baden im 13° warmen (kalten) Wasser wahrgenommen. Um 11:13 geht es zurück auf den Weg im Schönverwalltal. Auch der Weg im Schönverwalltal hat einige steile und geröllige Abschnitte. Es wird noch einmal an der Schönverwallhütte von 13:05 Uhr bis 13:50 Uhr gerastet. Kurz darauf biegen wir westlich in das Silbertal ein. Vom Silbertal hat man einen wunderbaren Blick auf das Gebirgsmassiv um den Patteriol. Über weiche Wiesen laufen wir bis zum langen See. Hier wird wieder eine literarische Rast eingelegt. Dann geht es im Eilmarsch zur Konstanzer Hütte. Wir erreichen sie um 17:47 Uhr, kurz vor dem Abendessen. Gegen 21:00 trifft Dietrich ein.
Reine Gehzeit:
Neue Heilbronner Hütte - Konstanzer Hütte mit zwei Abstechern 4h 57min.
Mittwoch, 04.08.2004, Kuchenjochtag
Wetter: Heiter, Morgentemperatur bei 7°, bis ca. 14:00 Uhr ist es heiter, dann setzt Nieselregen ein, abends Regen.
Heute Wanderung von der Konstanzer Hütte (1688 m) über das Kuchenjoch (2730 m), zur Darmstädter Hütte (2384 m).
Gerda hat Geburtstag. Aus Richtung Kuchenspitze kommen Poltergeräusche von Gesteinslawinen. Um 8:42 Uhr starten wir an der Konstanzer Hütte. Es geht zunächst auf breitem Weg im Fasultal leicht bergan. Nach Überquerung des Fasulbaches gehen wir fehl im Gelände. Durch Zuruf aus dem Tal finden wir auf den rechten Weg zurück. Also: Nicht dem breiten bequemen Weg folgen sondern der Markierung. Jetzt geht es auf schmalem Pfad stetig steil bergan. Bei 2320 m kehrt Gerda um und geht ins Tal zurück. Erst steiniger Weg, dann felsig und noch ein Schneefeld und das Kuchenjoch ist um 13:50 Uhr erreicht. Das Kuchenjoch liegt zwischen den steil aufragenden Felswänden von Scheibler und Kuchenspitze. In der Felswand der Kuchenspitze ist ständig Steinschlag zu beobachten. Kurz vor Erreichen des Kuchenjochs bedeckt sich der Himmel. Wir halten uns nicht lange auf dem Kuchenjoch auf und beginnen den Abstieg. Im obersten Teilstück müssen wir uns am Rande des Großen Kuchenferners an einer Seilsicherung abwärts hangeln. Genau in diesem Teilstück setzt Nieselregen ein, wir müssen uns an schwieriger Stelle unsere Regenkleidung überziehen. Als der Letzte fertig ist, hat die Spitze die Darmstädter Hütte fast erreicht. Es geht auf felsigem Weg und über Gletscher- und Schneefelder abwärts zur Darmstädter Hütte (Apothekerweg). Wir erreichen sie um 15:42 Uhr.
Reine Gehzeiten:
Konstanzer Hütte - Kuchenjoch 3h 00min
Kuchenjoch - Darmstädter Hütte 1h 18min.
Donnerstag, 05.08.2004, Seßladjochtag
Wetter: Heiter, 11°, es bleibt fast den ganzen Tag heiter, abends Nebel Regen und Gewitter.
Heute Wanderung von der Darmstädter Hütte (2384 m) über das Seßladjoch (2749 m), höchster Punkt der Wanderung, zur Niederelbe Hütte (2310 m).
Start an der Darmstädter Hütte ist um 8:28 Uhr. Wir gehen zunächst den Versorgungsweg abwärts bis zur verfallenen Kartellhütte. Dann geht es ins Gelände. Wie schon bekannt ein sogenannter 3-S-Weg: schmal - steinig - steil. Die letzten Meter vor dem Joch sind ganz besonders steil und nur mit großer Kraft zu bewältigen. Wir erreichen das Joch um 12:27 Uhr. Wir rasten bis 12:50 Uhr. Der erste Teil des Abstiegs ist steil und mit großer Querneigung. Dann geht es über Geröll- und einige kleine Schneefelder zur Niederelbe Hütte. Unterwegs legen wir noch eine Rast ein. Wir erreichen die Hütte um 14:40 Uhr. Riesenschlafraum mit schmalen Lagern. Am Nachmittag gibt Reiner St. eine Gemüsebrühe aus, tut gut.
Reine Gehzeiten:
Darmstädter Hütte - Seßladjoch 2h 41min
Seßladjoch - Niederelbe Hütte 1h 09min.
Freitag, 06.08.2004, Schmalzgrubenschartentag
Wetter: Heiter, 9°, es bleibt den ganzen Tag heiter, abends Regen.
Heute Wanderung von der Niederelbe Hütte (2310 m) über die Schmalzgrubenscharte (2697 m) zur Edmund-Graf-Hütte (2408 m).
Wir starten um 9:00 Uhr an der Niederelbe Hütte. Vor der Schmalzgrubenscharte handelt es sich um den Kieler Weg, nach der Scharte ist es der Rifflerweg. Bis kurz vor der Schmalzgrubenscharte ist es ein Höhenweg. Dann beginnt der Anstieg zur Scharte. Um 12:57 Uhr haben wir sie erreicht. Wir rasten und beginnen dann den Abstieg. Es geht anfänglich über Geröll- und Schneefelder. Am Schmalzgrubensee Rast gemacht. Dann beginnt der letzte Teil des Abstiegs. Er hat es in sich. Streckenweise geht es an einer Felswand steil abwärts, Teile dieses Weges sind durch ein Seil gesichert. Die Edmund-Graf-Hütte erreichen wir um 14:52. Klug geworden durch die Lagersituation in der Niederelbe Hütte, beziehen wir hier Zimmer.
Reine Gehzeiten:
Niederelbe Hütte - Schmalzgrubenscharte 2h 42min
Schmalzgrubenscharte - Edmund-Graf-Hütte 1h 05min.
Sonnabend, 07.08.2004, Abstiegstag
Wetter: Bedeckt, 11°, vormittags zeitweise Nieselregen, nachmittags kräftiger Regenschauer, danach heiter, abends ergiebiger Regen und Gewitter.
Heute erklimmen die Ausdauernden am Vormittag den Hohen Riffler, dann wandern alle von der Edmund-Graf-Hütte (2408 m) ins Tal über Pettneu nach St. Anton (1304 m).
Die Ausdauernden starten ihren Aufstieg zum Hohen Riffler um 7:48 Uhr und sind um 12:13 Uhr zurück. Der gemeinsame Abstieg ins Tal beginnt um 12:56 Uhr. Beim Abstieg beginnt ein Nieselregen. Der hört aber bald wieder auf. Dann beginnt ein kräftiger Regen, wir können uns aber mit zügigen Schritten in die Alpe Malfon (Buttermilchalm) retten. Hier warten wir das Ende des Regens bei Buttermilch und Apfelstrudel ab. Der Regen hört auf und es klart auf. Auf breitem Fahrweg geht es zügig nach Pettneu. Um 15:48 Uhr sind wir in am Ortseingang von Pettneu. Dann geht es zügig auf gutem, horizontal verlaufendem Weg, der zwischen Autobahn und Rosanna verläuft, nach St. Anton. In St. Anton Proviant für die Rückfahrt eingekauft. Um 18:22 Uhr beenden wir unsere Wanderung vor der Pension Eiter.
Wegen des starken Regens verlassen wir nicht mehr das Haus zum Essen, sondern verzehren unsere Vorräte für die Rückfahrt und greifen auf die Rotweinvorräte der Familie Eiter zurück. Wir sitzen dabei gut geschützt auf dem Balkon. Ein gelungener Abschluss unserer Alpenwanderung.
Reine Gehzeit:
Edmund-Graf-Hütte - St. Anton (Pension Eiter) 3h 44min
Sonntag, 08.08.2004
Heimreise
Summiert man die reinen Gehzeiten, so kommt man auf eine Gesamtgehzeit von 32h 04min. Legt man nun wiederum eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 3,5 km/h zugrunde, kommt man auf eine zurückgelegte Gesamtstrecke von ca. 112 km. Und das zu Fuß!!!!

Anreise von Berlin über Ulm Bregenz mit dem Auto zwischen 6 und 9 Stunden. Mit dem Zug über Ulm Lindau. Bahnstation St.Anton am Arlberg (Strecke Bregenz-Innsbruck). Normaler Fahrpreis von Berlin etwa 120 E.

sehr
freundlich, gutes Frühstück, schöne Aussicht von einem
Balkon im dritten Stock auf den ganzen Ort, preisgünstig!
Pension Pepi Eiter **, Gottfrieda Eiter, Alte Arlbergstr. 359, St.
Anton am Arlberg, Ausstattung des Hauses:
Frühstücksbuffet,
Sauna, Haustiere auf Anfr., Parkpl., Skischuhheizung,
Kinderermäßigung, im Sommer: Tischtennis , Ausstattung der
Zimmer: Sat/Kabel-TV, Balkon
Link (auf der Seite nach pepi suchen) http://www.arlberg.de/vermieter/stantonpensionen.htm
|
Radler 0,5l |
3 |
Übernachtung AV-Mitglied Lager |
5 bis 7 |
Übernachtung (St. Anton) |
18 bis 20 |
|
Weizenbier 0,5l (Hütte) |
3,3 |
Übernachtung Lager |
10 bis 14 |
Pizza (St. Anton) |
8 bis 10 |
|
Gulasch mit Nudeln und Salat (Hütte) |
9 |
Halbpension (Hütte) abends: Suppe, Essen, Nachtisch, morgens: Frühstück mit Wurst und Käse + Kaffee |
20 bis 22 |
Weizenbier 0,5 (St. Anton) |
3,7 !!! |
|
Bergsteigeressen (Hütte) |
6,5 |
halber Liter Buttermilch auf der Jausenstation |
2 |
|
|
Die Wege in den Tälern sind bequem (z.T. Forststraßen). Die Mountainbiker haben uns nicht gestört. Die Anstiege zu den Jochen und Jöchlis sind steil und anstrengend. Das gemütliche Wandern ist da mit Gepäck vorbei. Die Wege sind gut gekennzeichnet. Nur einmal haben wir uns verlaufen: Nach der Brücke über den Fasulbach (Weg Konstanzer Hütte - Darmstädter Hütte) geht der Weg rechts weiter hoch. Wir sind links gegangen (dort ist auch ein Weg rot gekennzeichnet). Nur das ausdauernde Rufen (da geht's lang, da!!!!) eines netten Einheimischen hat uns den Wiederabstieg erspart.
Bei regnerischem Wetter sind m.E. folgende Wegabschnitte unangenehm:
Abstieg vom Schafbichljoch zur Friedrichshafner Hütte
Abstieg vom Muttenjoch ins Rosannatal (schräg, abschüssig wie auf einer Schutthalde)
Apothekerweg vom Kuchajoch zur Darmstädter Hütte (glatte Felsen aber drahtseilgesichert). Hier ist der Weg zum Teil verschneit, bei Nebel könnte man Probleme haben, den Weg zu finden!
von der Niederelbehütte hoch zur Schmalzgrubenscharte
Es waren auch Anfang August noch hier und da große Schneefelder, die aber unproblematisch zu begehen waren (lockerer Harschschnee). Falls sie nach einem Temperatursturz gefroren sind, ist das sicher ganz unangenehm. Es empfiehlt sich, dann nicht zu gehen. Naturgemäß liegen diese Schneefelder an den Nord- und Nordosthängen der Berge in der Nähe der Ferner.
Auf dem Weg durchs Schönverwalltal zwischen der Heilbronner Hütte und der Konstanzer Hütte haben wir zwei kleine Umwege gemacht. Beide sind sehr zu empfehlen und zeigen das Verwall als herrliche, grüne, blumenreiche Landschaft, weniger karg und mühsam (mutige können sogar baden):
zum Valtschaviel- See (Weg 502A, Wormser Weg)
zum Langen See übers Silbertaler Winterjöchli um den Seekopf herum.
Konstanzer Hütte - nette Bewirtung - Mountainbiker - auch kleine Lagerräume - man kriegt sogar zwei weitere Scheiben Brot zum Frühstück ohne Berechnung, wenns nicht reicht
Friedrichshafner H. - herrlicher Sitzplatz auf einer Galerie an der Hütte - angenehm
Heilbronner Hütte - okay
Darmstädter H. - merkwürdiger Hüttenwirt (nur für Geübte) - bestes Lager der ganzen Tour: sehr gute Lüftung durch Fenster am Kopfende
Niederelbehütte - sehr geschäftstüchtig: eine kleine Scheibe Brot kostet 0,50 Euro - herrlicher Aussichtsplatz - sehr eng zum Schlafen, stickig und heiß - ein Lager wird erst heringsartig belegt, bevor ein zweiter Raum geöffnet wird
Edmund-Graf-Hütte - freundliche Bewirtung
Sehr gut die Alpenvereinskarte 1:25000, Nr. 28/2, Verwallgruppe Mittleres Blatt, die allerdings die Edmund-Graf-Hütte und den Hohen Riffler nicht einschließt. Diese Lücke schließt die Kompass-Karte 1:50000 Silvretta-Verwall.